Die Idee

In Deutschland scheint seit dem Ausstieg aus der Atomkraft Konsens über die Notwendigkeit einer Energiewende zu herrschen. Das war es dann aber auch schon mit dem Konsens. Denn über die Art und Weise der Energiewende wird beherzt gestritten. Das Schlagwort “Energiedemokratie” ist dabei ein Schlüsselbegriff für die Organisation einer umwelt- und sozialgerechten Energieversorgung.

Auf der Suche nach Energiedemokratie gibt es Veränderungen in vielen Bereichen: neue Technologien, eine sich verändernde Marktstruktur der Energiewirtschaft, ein gesteigertes Bedürfnis nach politischer Partizipation, die Notwendigkeit fairer Arbeitsbedingungen und die Frage nach der “richtigen” politischen Steuerung und Verwaltung. Die gesamte gesellschaftliche Dynamik der Energiewende muss eben breiter gefasst werden, anstatt sie nur auf technologische Innovation und Großprojekte zu reduzieren. Für eine nachhaltige und sozialgerechte Energiewirtschaft in der Zukunft muss es ein Zusammendenken von Herausforderungen technologischer Realisierung und gesellschaftlicher Gestaltung geben.

Ziel des Kongresses ist es, mit AktivistInnen, PraktikerInnen, WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen eine regional verwurzelte Diskussion über Möglichkeiten der demokratischen Gestaltung der Energiewirtschaft anzustoßen. Nach einer Annäherung an den Begriff der Energiedemokratie werden wirtschaftliche, rechtliche und soziale Herausforderungen im Rahmen der Energiewende an teils geplanten, teils realisierten Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Zielgruppen soll zudem ein Wissens- und Konzepttransfer zwischen den verschiedenen Akteursgruppen ermöglicht werden.